Dr. Julia Dinn Kreisvorsitzende

Liebe Freundinnen und Freunde der Jungen Union,
liebe Leserinnen und Leser,

die Junge Union (JU) ist mit Abstand die größte politische Interessenvertretung der jungen Generation hier bei uns im Kreis Düren. Unser Anspruch ist es zugleich Ideengeber und Verantwortungsträger zu sein und das schon seit über 70 Jahren. Als Sprachrohr der jungen Generation im Kreis Düren, sind wir die Zukunft christdemokratischer Kommunalpolitik. Wir kümmern uns um unsere Generation in unserer Heimat, denn wir sind die „Generation Zukunft“ im Kreis Düren!

Wir gestalten Politik aus unseren Grundsätzen und Werten heraus für die junge Generation: Wir setzen uns ein für Menschen, die hier aufwachsen, zur Schule gehen, eine Ausbildung machen, studieren, arbeiten, Familien gründen und Wohneigentum anschaffen wollen. Wir selbst sind Teil dieser Generation, die vor vielen beruflichen und privaten Herausforderungen gleichzeitig steht und im Kreis Düren ihre Heimat findet. Wir kennen also die Lebenswelten der jungen Generation sehr genau und haben aus diesem Fundament heraus Zukunftsthemen identifiziert und Ideen entwickelt, von denen wir überzeugt sind, dass sie der jungen Generation im Kreis gut tun werden. Wir machen uns stark für gute Schulen, tolle Ausbildungsangebote, gute Jobaussichten, attraktive Freizeitangebote, Natur- und Umweltschutz, bezahlbaren Wohnraum, smarte Verkehrsmöglichkeiten, schnelles Internet, eine digitale Verwaltung, mehr Jugendpartizipation, eine sinnvolle Kreisentwicklung und so vieles mehr. Wir müssen jetzt die Zukunft gestalten, damit der Kreis Düren lebens- und liebenswert bleibt. Das Thesenpapier bildet genau diese für uns junge Menschen wichtigen Themen und die sich ergebenden Handlungsstränge ab. Sie stellt damit nicht nur eine Positionsbestimmung für die Junge Union im Kreis Düren dar, sondern ist gleichfalls auch ein Angebot an die CDU-Verbände und die Fraktionen die jungen Ideen, jungen Themen in die Strategien, Diskussionen und Wahlkämpfe vor Ort einzubinden und sich zu eigen zu machen. Das Papier, dass nachfolgend „blitzlichtartig“ vorgestellt wird, ist komplett, von der Themenfindung über die Erarbeitung von Lösungsansätzen und konkreten Maßnahmen bis hin zur redaktionellen Aufarbeitung, von den JU-Mitgliedern in vollständig mitgliederoffenen Workshops erarbeitet worden. Eine echte basisdemokratische Leistung, die mit sehr viel Engagement und Einsatz zu Stande kam, wofür ich allen Beteiligten meinen herzlichen Dank ausspreche! Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre und offene Ohren und Augen für  die Belange der Jugend!  

Ihre Dr. Julia Dinn

Vorsitzende der JU im Kreis Düren

#unsereZukunft - Unser Kommunalprogramm

Leitbild

„Der Kreis Düren – von der Börde über die Stadt bis in die Eifel“, so lautet der Titel dieses Positionspapiers. Damit ist zugleich klar, welche besondere Herausforderung darin besteht, die Interessen und Eigenheiten der Kommunen des Kreises in eine Agenda zu gießen. Schließlich ist die Eifel nicht die Stadt, und die Stadt nicht die Börde usw.. Die sich daraus ableitenden nachfolgenden zwei Erkenntnisse stellen zugleich das Leitbild und die Grundmaximen der in den einzelnen Kapiteln dargestellten Handlungsfelder dar:

1.     „Wir bekennen uns zur Vielfältigkeit des Kreises Düren“

Im Kreis Düren ist für jeden was dabei: Egal ob Stadt oder Land, Niederungen oder Berge, kinderfreundlich oder seniorengerecht, hier findet jeder seinen Platz. Die Besonderheiten und Unterschiede der einzelnen Kommunen stellen eine unschätzbare Bereicherung für den Kreis insgesamt dar.

2.     „Anstehende Herausforderungen meistern wir nur gemeinsam“

Allen Unterschieden zum Trotz: jede Kommune des Kreises steht – in unterschiedlichen Ausprägungen – vor zumindest sehr ähnlichen Herausforderungen. Diese zu bewältigen ist politische Aufgabe und zwar gemeinsam und im Schulterschluss. Was der Eine nicht leisten kann, kann der Andere. Die Koordination und Unterstützung der Kommunen durch den Kreis ist dabei entscheidend für die positive Entwicklung des Kreises Düren insgesamt.

Zielsetzung unseres Papiers

Wir sind uns bewusst darüber, dass nicht jede Maßnahme zu jeder Kommune gleichermaßen passt. Wir sind uns auch bewusst darüber, dass personelle und finanzielle Engpässe die ad hoc Umsetzungsfähigkeit dieser Agenda beschränken. Folglich können wir auch nicht die sofortige und 100%ige Umsetzung aller Punkte und Maßnahmen fordern. Dennoch erwarten wir, dass sich Kommunen und die Partei ernsthaft mit diesen für die Jugend unseres Kreises wichtigen Themen auseinandersetzen und „die Dinge anpacken.“ Dies folgt aus unserer Überzeugung, dass die den Maßnahmen zugrunde liegenden Überlegungen und Fragestellungen kreisweit von Bedeutung sind und bearbeitet werden wollen.

Dieses Verständnis spiegelt sich im Aufbau der Kapitel, der ganz bewusst themenbezogen ist und auch im Inhalt Orts- oder Zuständigkeitsabgrenzungen soweit wie möglich außen vorlässt. Schließlich ist für die Bürgerinnen und Bürger von Interesse, welches Zukunftsbild wir malen. Welche Pinsel dafür benutzt werden, ist im Allgemeinen nur für die Künstler von Belang.

Im Jahr 2025…

Bereits im Jahr 2010 setzte sich die Bundesregierung das Ziel, bis 2050 mindestens 80 Prozent der von Deutschland produzierten Treibhausgase – ausgehend vom Wert des Jahres 1990 – einzusparen. Das Pariser Klimaabkommen von 2015 definierte weiterhin das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5°C über den Werten der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. In einem Alltag, der immer globaler und v.a. digitaler wird, ist es somit notwendig, ständig mehr Energie bei sinkenden Treibhausgasemissionen zu erzeugen.

Um diese Ziele zu erreichen und den kontinuierlichen Umstieg auf erneuerbare Energien zu meistern, wurde der sukzessive Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland bis 2038 beschlossen. Alleine bei uns im Rheinischen Braunkohlerevier hängen etwa 9.000 unmittelbare und 18.000 mittelbare Arbeitsplätze langfristig davon ab. Bereits 2029 soll die letzte Braunkohle im Tagebau Inden gefördert und gleichzeitig auch das Kraftwerk Weisweiler abgeschaltet werden, weswegen die RWE Power AG bereits Arbeitsplätze abbauen muss. Der Strukturwandel ist also kein abstraktes Projekt, das uns irgendwann in ferner Zukunft blüht, er hat vielmehr unlängst begonnen und bedarf der politischen Steuerung, um die Ziele des Klimaschutzes sozialverträglich und zukunftsfähig umzusetzen.

Was ist zu tun?

Um im Kreis Düren auch weiterhin nicht nur unserem Ruf als Forschungs-, sondern auch als Energieregion gerecht zu bleiben, wollen wir neue Arbeitsplätze auch weiterhin in diesem Sektor ansiedeln. So soll zum Beispiel das – zwischen Jülich, Niederzier und Titz angesiedelte – interkommunale Gewerbegebiet „Brainergy Park“ entwickelt werden, welches auf Firmen zum Ausbau erneuerbarer Energien sowie auf die Entwicklung von Speichermedien spezialisiert und mit entsprechenden Laboren, Vernetzung und Rahmenbedingungen ausgestattet sein soll. Auch soll der „Campus-Aldenhoven“ mit Spezialisierung auf zukunftsorientierte Mobilität auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Emil Mayrisch – auf dem heute schon das Aldenhoven Testing Center ansässig ist – realisiert werden.

Zudem sollen weitere Anstrengungen unternommen werden, die Bildungs- und Forschungslandschaft durch die Ansiedlung neuer Institute und Einrichtungen auszubauen. Ein Fraunhofer-Institut zu Digitalisierung und Energiewende im Kreis Düren in der Umgebung des Forschungszentrums begrüßen wir sehr.

Jedoch sollen nicht nur Forschungszentren, sondern auch Produktionsstätten, die zu wertschöpfenden Arbeitsplätzen führen, in den betroffenen Regionen angesiedelt werden. Die Ansiedlung von High-Tech und insbesondere der sich daraus resultierenden Produktionsketten ist für unseren Kreis von elementarer Bedeutung, um die wegfallenden Arbeitsplätze in der Region adäquat ersetzen zu können und so Wohlstand und soziale Stabilität der betroffenen Bürgerinnen und Bürger – und somit einer ganzen Region – zu gewährleisten.

Wir begrüßen die Zusage der Kommission, in den nächsten Jahren 15 Milliarden Euro allein in den Strukturwandel des Rheinischen Reviers zu investieren. Um große, geplante Maßnahmen jetzt zügig auf den Weg zu bringen, müssen gerade jetzt zu Beginn die Mittel schnell fließen und an die richtigen Stellen weitergeleitet werden, damit man vor Ort handlungsfähig ist. 

Maßnahmen:

  • Es sollen Anreize gesetzt werden, damit sich mehr Industrie und Gewerbe in unserer Region ansiedelt. Um beispielsweise Genehmigungsverfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen soll geprüft werden, in wie weit die Errichtung einer Sonderwirtschaftszone möglich ist.
  • Große Projekte wie der Brainergy-Park sowie der Campus Aldenhoven als moderne Gewerbegebiete sollen möglichst schnell umgesetzt werden.
  • Es muss sichergestellt werden, dass Industrie, Handwerk und Gewerbe, die sich hoffentlich in Folge dieser Großprojekte im Kreis Düren ansiedeln wollen, auch entsprechend Platz finden, wenn nötig durch die Errichtung neuer – ggf. interkommunaler – Gewerbegebiete.
  • Gleiches gilt auch für die Schaffung von Wohnraum für Fachkräfte in der Umgebung der entstehenden Arbeitsplätze.
  • Die Forschungslandschaft soll durch die Ansiedlung weiterer Institute und Einrichtungen im Kreis Düren ausgebaut werden und sich eng mit Industrie und Handwerk in der Region verzahnen.

Doch nicht nur der Arbeitsmarkt, sondern auch die Landschaft wird sich stark wandeln. Durch die drei geplanten Tagebau-Restseen, die alle im oder am Kreis Düren liegen, wird der Kreis Düren auf lange Sicht eine gravierende Veränderung des Landschaftsbildes hin zu einer Seenlandschaft mit Naherholungscharakter erleben. Die dadurch entstehende Chance Tourismus im Naherholungsgebiet „Rheinische Seenplatte“ zu etablieren, sollte unbedingt genutzt werden um auch in diesem Zweig die Möglichkeit der Gewerbe- und Arbeitsplatzschaffung zu nutzen.
Die Flächen, die nun entgegen der ursprünglichen Planung nicht mehr abgebaggert werden, oder solche, die an anderer Stelle wieder aufgeschüttet wurden, sollen von RWE wie geplant renaturiert werden.

Menschen – besonders ältere – die fast ihr ganzes Leben in ihrem Haus gewohnt haben und deren Familien vielleicht schon seit Generationen in einem Dorf verwurzelt sind, können sich oft nicht vorstellen, wegzuziehen. Wir haben Verständnis dafür, dass eine Umsiedlung unvorstellbar schwer für diese Leute war beziehungsweise ist. Mindestens genauso schwer erträglich ist für sie nach dem beschlossenen Braunkohleausstieg aber die Ungewissheit, ob das Dorf noch dem Tagebau zum Opfer fällt oder nicht. In einem Ort wie Morschenich, welches das letzte Dorf im Kreis Düren ist, welches bis zum Beschluss der Braunkohlekommission noch abgebaggert werden sollte, ist es fast unmöglich die komplette Räumung noch zu stoppen. Nur noch ein paar einzelne letzte Häuser sind bewohnt, der Rest steht – teilweise schon seit Jahren – leer. Seit Jahrzehnten ist mit Blick auf die Räumung und damit aus nachvollziehbaren Gründen in die Häuser, das Dorf und die Infrastruktur nicht mehr investiert worden. Ein Versuch, dieses Dorf noch einmal an bisheriger Stelle zum Leben zu erwecken, wäre hoffnungslos. Wir sprechen uns deshalb dafür aus, den Umsiedlungsprozess nun auch abzuschließen und die Fläche für die Renaturierung zu nutzen. Man könnte jedoch prüfen, ob es mit der Landschaftsplanung in Einklang zu bringen wäre, einzelne Gebäude, die für den Großteil der Umsiedler einen emotionalen Wert haben – beispielsweise die Kirche – als Andenken und Anlaufpunkt für Wanderer und Spaziergänger erhalten bleiben könnten.

Um ein Gesamtkonzept für die Region – auch über Stadt-/Gemeinde- oder Kreisgrenzen hinaus – zu erstellen, welches alle Eckpunkte und Orte berücksichtigt und in sich stimmig ist, fordern wir einen Planerpool. Dieser (überwiegend) kommunale Verband (z.B. die „Zukunftsagentur Rheinisches Revier“) kümmert sich um die Entwicklung des Rheinischen Reviers und  stellt den Planerpool für die betroffenen Kommunen zur Verfügung, da insbesondere kleinere Kommunen personelle planerische Unterstützung dringend benötigen. Auch soll die Vernetzung innerhalb des Rheinischen Reviers zwischen den Kommunen auch kreisübergreifend ausgebaut werden.

Maßnahmen:

  • Renaturierung der Bergbauflächen, sodass sie sich in die künftige Seenlandschaft einfügen
  • Die Chance zur Etablierung von Tourismus an der „Rheinischen Seenplatte“ muss genutzt werden.
  • Die weit fortgeschrittenen bzw. irreversiblen Umsiedlungsprozesse sollen abgeschlossen werden.
  • Es wird geprüft, ob einzelne Gebäude, wie die Kirche, als Andenken erhalten werden können.
  • Wir unterstützen die Etablierung eines Planerpools als Hilfe für kleinere Kommunen und zur Erstellung eines Gesamtkonzeptes für das Rheinische Revier.

All diese Veränderungen verlangen natürlich auch nach einer Anpassung der Verkehrsinfrastruktur. Dass Jülich mit seinem Forschungszentrum, welches etwa 5.000 hochqualifizierte Mitarbeiter und Forscher beheimatet, dem beachtlichen Standort der FH Aachen, und zukünftig dem Brainergy-Park als Leuchtturmprojekt des Strukturwandels hin zu Erneuerbaren Energien und Digitalisierung keine direkte Bahnanbindung und auch nur eine sehr dürftige Busverbindung nach Aachen hat, muss sich dringend ändern. Wir begrüßen daher im Grunde die Idee, die alte Kreisbahnstrecke von Jülich Richtung Baesweiler zu reaktivieren, jedoch sollte perspektivisch eine direkte Weiterfahrt nach Aachen möglich gemacht werden. Kurzfristig fordern wir häufigere Fahrten auf der Schnellbuslinie zwischen Jülich und Aachen, die zurzeit nur morgens uns spätnachmittags fährt, um auch Studenten eine verlässliche und flexiblere ÖPNV Verbindung zwischen den beiden Standorten zu ermöglichen.

Auch die Strecke zwischen der Kreisstadt Düren und Aachen soll ausgebaut werden und endlich das lange geforderte „Dritte Gleis“ bekommen, was Überholvorgänge und somit eine deutlich flexiblere Nutzung der Strecke ermöglicht. In die andere Richtung soll die Bördebahn von Düren nach Bonn wieder vollständig reaktiviert werden, wodurch man auch den überlasteten Knotenpunkt Köln entlasten könnte.

Darüber hinaus soll der lange geplante Lückenschluss der Bahnstrecke zwischen Linnich und Baal endlich erfolgen, was eine Weiterfahrt vom Norden des Kreises nach Düsseldorf vereinfachen würde.

Maßnahmen:

  • Die Schienenstrecke Düren – Aachen wird weiter ausgebaut („Drittes Gleis“).
  • Die Vollreaktivierung der Bördebahn Aachen – Düren – Bonn unterstützen wir ebenso wie den Lückenschuss der Bahnstrecke zwischen Linnich und Baal.
  • Wir fordern kurzfristig eine häufigere Taktung der Schnellbusverbindung Jülich – Aachen, bis die Bahnverbindung Jülich – Aachen eingerichtet ist.

Im Jahr 2025…

Die Junge Union im Kreis Düren bekennt sich vollumfänglich zu den Klimazielen der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union. Zu unserem Verständnis christlicher Werte gehört in besonderem Maße die Bewahrung der Umwelt als Existenzgrundlage des Lebens. Wir sind der Meinung, dass es auch in unserem Kreis ernsthafte Maßnahmen benötigt, um diese Ziele zu erreichen.

Unser Anliegen ist es, die Belange des Klimaschutzes zu beachten, ohne aber andere Thematiken, wie Umwelt- und Naturschutz, die soziale Sicherung der Bürgerinnen und Bürger, sowie das



Funktionieren des Wirtschaftsstandortes zu vernachlässigen. Dazu gehört zwangsläufig die Entwicklung von der Kohleregion hin zum Technologie- und Wissenschaftsstandort, da die Energiewirtschaft, insbesondere die kohlebasierte, zwar einerseits nach wie vor den größten Anteil an klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen verursacht, andererseits aber Arbeitsplätze sichert – und zwar nicht nur in der direkten oder indirekten (durch Zulieferer) Energiewirtschaft, sondern mit Blick auf die notwendige sichere Stromversorgung insbesondere in der Industrie insgesamt.

Wir setzen dabei auf tatsächlich und nachhaltig wirksame und zielführende Maßnahmen zur Prävention und Klimafolgenanpassung und wollen diese einer breiten Öffentlichkeit näherbringen, um damit Menschen zum Mitmachen zu bewegen und Akzeptanz zu erzeugen. Gleichzeitig und daraus folgend lehnen wir bloße Symbolpolitik, Verbote, Bevormundung und den Aufwuchs weiterer Bürokratie ab.

Wir sind der Meinung, dass effektiver Klimaschutz nicht durch eine einzelne Erfindung oder ein einzelnes Gesetz erreicht werden kann, sondern durch die Summe vieler Maßnahmen bewirkt wird, die ineinandergreifen und sich gegenseitig verstärken. Hierzu braucht es einen gesellschaftlichen Konsens, der mit Maximalforderungen ohne Rücksicht auf die berechtigten Interessen anderer nicht hergestellt werden kann.

Was ist zu tun?

Der Kreis Düren und die dazugehörigen Kommunen sollen wo immer möglich Maßnahmen ergreifen, um Klimaschutz zu betreiben. Diese Maßnahmen sind jedoch so zu gestalten, dass nicht repressiv bestraft wird, sondern vorbeugend unterstützt wird. So sollen allen voran Familien, ortsansässige Betriebe und Vereine profitieren. Dabei sollten insbesondere Maßnahmen im Fokus stehen, die allen Akteuren Vorteile bringen, uns zwar nicht nur in der ökologischen Dimension der Nachhaltigkeit, sondern auch in der ökonomischen und sozialen. So profitiert beispielhaft von einer Aufforstung nicht nur die Natur und das Klima, sondern auch Familien, die mit ihren Kindern dort Zeit verbringen und weiterhin forstwirtschaftliche Betriebe, die mit der wirtschaftlichen Nutzung nicht nur Arbeitsplätze schaffen, sondern auch zum Klimaschutz beitragen[1].

Zusätzlich setzen wir uns dafür ein, dass die Städte mittels Bepflanzungen, Bäume etc. grüner werden, das steigert nicht nur die Attraktivität der Innenstädte, sondern bietet Lebensraum für Vögel und Insekten, Kühlung im Sommer und eine erhöhte Feinstaubbindung[2].

Maßnahmen:

  • Fortführung und Ausweitung öffentlicher Subventionen für Investitionen in den Klimaschutz (Beispiel: „1.000 € für 1.000 Dächer)
  • Subventionierung und Beratung für neue Technologien (Beispiel: Hybrid- Ladesäulen, neue Heizungsanlagen)
  • Vereinfachung der Genehmigungsverfahren und Bürokratieabbau für erneuerbare Energien, energetische Sanierungen etc.
  • Technologieoffenheit und Bereitstellung Nutzung von Flächen zur Erforschung (Beispiel: Erkenntnisse der Stanford University beim Thema „vertikal rotierende Windräder“[3]
  • mehr Begrünung in den Innenstädten, um die multiplen Vorteile zu genießen
  • Aufforstung im gesamten Kreisgebiet, nach Prüfung, welche Flächen geeignet sind
  • „Waldcontrolling“, Überwachung der Qualität der Wälder, frühes Aufspüren von Schädlingen, Veränderungen etc.
  • Unterstützung für Waldbesitzer, die eigeninitiativ aufforsten
  • Aufruf zu und Unterstützung von Aktionen zum Bäumepflanzen sowie die breitere Etablierung von Baumpatenschaften
  • Förderung der Dach- und Fassadenbegrünung

Dass das Bewusstsein für Klimaschutz gesellschaftlich eine immer größere Rolle einnimmt, begrüßen wir sehr. Infolgedessen befürworten wir auch die Erstellung öffentlicher Angebote, um eine Plattform für Diskussionen und Anregungen zu bieten. Darunter fällt beispielsweise die Einrichtung von AGs in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, die Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gewähren sollen, sich bereits im jungen Alter mit den gegenwärtigen und zukünftigen Fragestellungen des Umweltschutzes zu befassen. Außerdem erachten wir Projekttage als sinnvolles Instrument, um auch ganz praktisch Umweltschutz zu vermitteln.

Um eine wirkungsvolle und nachhaltige Durchsetzung der Maßnahmen zu sichern, stehen wir für die Einstellung eines Klimamanagers auf Kreisebene, der als Sprachrohr und Anlaufstelle für alle Akteure dient, gleichzeitig ein unabhängiges Controlling durchführt und in regelmäßigen Abständen über Erfolge, aber auch über negative Entwicklungen berichtet.

Maßnahmen:

  • Projekttage in Schulen, die dem Umweltschutz dienen
  • Angebot von Arbeitsgruppen zum Klima- /Umweltschutz erweitern
  • Einstellung eines Klimamanagers auf Kreisebene
  • Beteiligung der Kommunen/ des Kreises an Klimaaudits (z.B. european energy award[4])
  • Förderung und Attraktivitätssteigerung der Wochenmärkte zur besseren Versorgung mit regionalen Produkten/ Ausweitung der Marktzeiten bis zum späten Nachmittag

Weiterhin stellt sich die Frage, wie wir den aus der Mobilität folgenden Schadstoffbelastungen begegnen. So sorgt die Mobilität für einen weiteren erheblichen Teil der C0²- Emissionen, deshalb verbirgt sich gerade hier großes Potenzial zur Einsparung, das es zu heben gilt (siehe nachfolgendes Kapitel „Mobilität“).

[1] https://www.kwf-online.de/images/KWF/Wissen/Bioenergie/Dokumente/15_05_11_Ligna_Krug-final.pdf

[2] https://www.sdw.de/waldwissen/baeume-in-der-stadt/index.html

[3] https://phys.org/news/2017-02-breakthrough-vertical-axis-turbines.html

[4] https://www.european-energy-award.de

Im Jahr 2025…

Unser aller Lebensumstände befinden sind nicht zuletzt aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen und technischer Fortschritte in ständigem Wandel. Dabei gibt es eine Konstante, die wie kaum eine andere in zunehmendem Maße unseren Alltag bestimmt: die Art und Weise unserer Fortbewegung. In der heutigen Zeit ist Mobilität maßgeblich und Effektivität in ihrer Ausgestaltung unumgänglich. Besondere Bedeutung gewinnt sie in Gebieten wie dem Kreis Düren, der einzigartige Naturlandschaften, Landwirtschaft und Industriezentren sowie urbanes und ländliches Zusammenleben in sich vereint. Diese auf den ersten Blick konträr wirkenden Eigenschaften verlieren ihre Gegensätzlichkeit in dem Moment, in dem sie so verbunden werden, dass sie sich gegenseitig stärken.

Einfache und schnelle Verkehrswege zur Gestaltung des täglichen Lebens sparen Frust im Stau und in überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie bieten auch ein hohes Maß an Erholungspotential und gehen außerdem Hand in Hand mit hoher Produktivität. Unternehmerische Standortentscheidungen finden sich oft auch abhängig von der Verkehrsanbindung, sei es zum

Gütertransport durch Straße und Schiene oder der simplen Erreichbarkeit durch ihre Mitarbeiter. Arbeitnehmer finden aufgrund steigender Mieten in den boomenden Wirtschaftsmetropolen immer seltener bezahlbaren Wohnraum, gleichzeitig findet sich aufgrund fortschreitender Spezialisierung ebenfalls seltener die geeignete Arbeitsstätte vor der Haustür. Eine sinnhafte Möglichkeit, dieser Entwicklung zu begegnen, ist ein effizient vernetztes Mobilitätskonzept der Kommunen.

Mobilität ist zudem nicht nur Grundvoraussetzung für unsere moderne Wirtschaft, sondern vor allem auch für eine menschenwürdige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Möglichkeit, sich fortzubewegen, ist elementar, um anderen Menschen zu begegnen, sich mit ihnen auszutauschen und gemeinsam etwas zu erreichen – ob im Beruf, im Ehrenamt oder privat.

Dazu brauch es eines ausgewogenen Mix aus öffentlichem Personennahverkehr und individuellen Fortbewegungsmöglichkeiten. Dort, wo das eine Konzept an seine Grenzen stößt, muss das nächste schon bereitstehen und mögliche Nachteile durch eigene Vorteile ausgleichen. Es gilt daher, die verschiedenen Verkehrsträger, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), Fuß- und Radverkehr (Umweltverbund), aber auch den motorisierten Individualverkehr (mIV) zweckmäßig und flexibel entsprechend den Mobilitätsbedürfnissen unserer Bürgerinnen und Bürger auszugestalten.

Wir sind der Überzeugung, dass kein Verkehrsträger dem anderen überlegen ist, sondern sich die Wahl des Verkehrsträgers vielmehr an der jeweiligen Situation der Bürgerinnen und Bürgern ausrichtet. Wir lehnen daher die Verteufelung einzelner Verkehrsmittel, insbesondere des Automobils, ab. Gleichwohl sind wir uns bewusst darüber, dass im Sinne auch des Klima- und Umweltschutzes der Anteil von konventionellen Verbrennungsmotoren – auch zu Gunsten des Umweltverbundes – langfristig sinken muss. Dabei setzen wir nicht auf Verbote, sondern auf Anreizfunktionen insbesondere durch einen attraktiven ÖPNV und zugleich auf technologieoffene Neuausrichtung von Antriebssystemen im motorisierten Individualverkehr.

Was ist zu tun?

Insbesondere junge und ältere Menschen sind – mangels Führerscheins und/oder Fahrzeugs – auf die Möglichkeiten des Radverkehrs und eines attraktiven Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) angewiesen. Diese Verkehrsträger gilt es permanent auszubauen und zu verbessern. Gleichzeitig darf der motorisierte Individualverkehr nicht verurteilt werden, da er nach wie vor ein wichtiger Mobilitätsgarant ist.

Dem ÖPNV als Teil der Mobilität der Zukunft kommt eine entscheidende Rolle zu. Das Konzept, große Personengruppen energieeffizient und schnell zu ihrer Destination zu befördern, setzt sich durch Ressourcenschonung und Planbarkeit klar durch. Ein Ausbau des ÖPNV, insbesondere in den ländlichen Regionen und auch – bedarfsgerecht – in den Randzeiten, wird dafür sorgen, dass sich der ÖPNV in Zukunft zu einer gleichwertigen Alternative zum mIV entwickelt. Dazu bedarf es jedoch einiger Maßnahmen, diesen auch intelligent, vernetzt und verkehrsmittelübergreifend zu gestalten. Klassische öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn können sich mit Verbindungen zu neueren Fortbewegungsarten wie Bike- und Carsharing, Sammel- und Mitfahrangeboten und weiteren ergänzen. Ziel ist hier vor allem individuelle Flexibilität zu erreichen, wie sie sonst vielleicht nur das eigene Auto bieten kann. Außerdem sind insbesondere die Taktfrequenz sowie das Angebot auch an Wochenenden ausschlaggebend und müssen sich dementsprechend verbessern. Gleiches gilt für die Sicherheit an und im Umfeld von Bus- und Bahnhaltestellen.

 

 

ÖPNV der Zukunft:

  1. a) Bus und Bahn

Im ländlichen Bereich sind Bus und Bahn häufig das einzige öffentliche Verkehrsmittel, dementsprechend wichtig ist die Anzahl und das Einzugsgebiet einzelner Linien sowie deren Taktungen in den bedienten Ortsteilen. Der ÖPNV dient in erste Linie der Daseinsvorsorge der ortsansässigen Bevölkerung, trotzdem wird ein Ausbau der Verbindungen auch durch Unternehmen in öffentlicher Trägerschaft oft mit der Begründung abgelehnt, die zu erwartende Auslastung wäre nicht profitabel und Projekte damit nicht realisierbar.

Wir erleben in den Medien und besonders im privaten Umfeld der heranwachsenden Generation ein zunehmendes Interesse daran, anstatt mit dem Auto lieber mit ressourcenschonenden öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Die wohl am häufigsten anzutreffenden Gegenargumente sind, dass der ÖPNV oft erheblich längere Zeit zum Ziel braucht, zu voll und unbequem ist sowie die Preise erheblich höher als die Fahrt mit dem Auto sind. Neben diesen klassischen Arten des ÖPNV bedarf es weiter auch dem Ausbau bereits bestehender, flexiblerer Systeme, wie Ruf-Bussen, welche vermeintlich besonders unwirtschaftliche Strecken zu Tages- und auch Nachtzeiten mit dem übergeordneten ÖPNV-Netz verbinden. Ziel muss es sein, die örtliche Vielfalt des Zusammenlebens, die unseren Kreis Düren auszeichnet sowie kreisübergreifende Verbindungen zu unseren Nachbarkommunen zu stärken.

  1. b) Förderung von Sharing-Angeboten

Das Interesse, insbesondere der jüngeren Generation, am eigenen Auto nimmt tendenziell ab, wenn sie nicht gerade in Regionen leben, die den Individualverkehr aufgrund fehlender ÖPNV-Verbindungen absolut notwendig machen. Trotzdem gibt es immer wieder Situationen, die eine Möglichkeit auf ein Fahrzeug zurückgreifen zu können, unabdingbar machen. Abhilfe schaffen hier vor allem Carsharing-Angebote für längere Wege und Transportzwecke als auch Bike-Sharing Angebote für kürzere Strecken und Überbrückung von fehlenden öffentlichen Verbindungen. Zusätzlich sollen Mitfahrangebote gefördert werden, oft finden sich genügend Menschen in vergleichbaren Situationen, welche so die Möglichkeit bekommen, sich gegenseitig weiterzuhelfen und Abhängigkeiten vom ÖPNV zu vermindern.

  1. c) Vernetzung

Als wohl insgesamt wichtigster Schritt zu einem effizienten ÖPNV-Konzept steht die Vernetzung der vorgenannten Mobilitätkonzepte. Mögliche Lösungen dazu sind technisch bereits längst umsetzbar, einige Mitgliedsländer der Europäischen Union sind Deutschland in diesen Bereichen weit voraus und es ist überfällig, unsere Mobilitätskonzepte in ähnlicher Weise an die heutigen Möglichkeiten und Notwendigkeiten anzupassen.

Ein appunterstütztes Kombi-Ticket für ÖPNV und Sharing-Systeme erfüllt dabei gleich mehrere Zwecke. Echtzeit-Informationen über Verfügbarkeit und etwaige Verspätungen lassen unkomplizierte Ausweichlösungen finden. Die Möglichkeit von Reservierungen garantiert im Voraus einen Sitzplatz oder ein Fahrzeug.

  1. d) Preisgestaltung und Sicherheit

Maßgeblich zur Attraktivität der Angebote soll auch deren Bezahlbarkeit beitragen. Dazu begrüßen wir an erster Stelle die Einführung des Azubi-Tickets als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Zugleich ist anzumerken, dass der ÖPNV – insbesondere der qualitative Ausbau – der Finanzierung bedarf. Insofern vermag das Konzept eines kostenlosen ÖPNV für alle die bestehenden Qualitäts- und Kapazitätsdefizite für heute keinesfalls zu lösen.

Ziel muss es allerdings sein, einheitliche und bezahlbare Ticketpreise anzustreben, um allen Teilen der Gesellschaft gleichwertigen Teilnahme am Verkehrsnetz zu ermöglichen. Dazu gehören für uns auch videoüberwachte Bus-&Bahnsteige sowie an viel frequentierten Bahnhöfen auch

Sicherheitspersonal. Wer sich im öffentlichen Raum sicher fühlt, greift auch weniger häufig auf die Sicherheit eines Autos zurück, wer sich diese private Sicherheit nicht leisten kann oder will ist daher umso schützenswerter.

Maßnahmen:

  • Integration von Car- und Bikesharing-Angeboten im Sinne eines Ausbaus zum „ÖPNV der Zukunft“
  • Einführung eines Mobilitätsverbundes, der Individualverkehr mit Sharing-Angeboten und dem klassischen ÖPNV verbindet, idealerweise App-gestützt[1]
  • Ausbau des ÖPNV, insbesondere im ländlichen Raum und während der Randzeiten auch über die Kreisgrenzen hinaus
  • Einbindung und Streuung von Sharing-Angeboten auch in den ländlicheren Ortsteilen
  • Bedarfsgerechte Busanbindung z.B. durch Rufbusse in den Randzeiten und –lagen
  • Übertragung von Fahrgastinformationen in Echtzeit z.B. durch digitale Anzeigen oder über Handy-App und QR-Code o.ä.
  • Weitestmögliche Vereinheitlichung und Vereinfachung von Ticket- und Abonnements-strukturen (auch über die Kreisgrenzen hinaus)
  • Einführung von Videoüberwachung an Bus- und Bahnhaltestellen

Motorisierter Individualverkehr / Autos der Zukunft:

Gleichzeitig bekennt sich die Junge Union zum motorisierten Individualverkehr, der insbesondere in ländlichen Regionen mit naturgemäß eingeschränkteren ÖPNV-Möglichkeiten unverzichtbarer Mobilitätsfaktor ist. Eine Diskussion auf dem Rücken der Autofahrer lehnen wir ab, das Auto ist heute leider oft das einzige konkurrenzfähige Transportmittel, sei es aufgrund der regionalen Verkehrssituation oder der individuellen Art der Tätigkeit, welcher man nachkommt.  Im Sinne der Nachhaltigkeit wird es aber erforderlich werden, dass wir – geprägt von der Idee der Technologieoffenheit – die Einführung alternativer Antriebe zum Verbrennungsmotor fördern.

In diesem Zusammenhang unterstützen wir das Vorhaben, den Kreis Düren zur Modellregion für Wasserstoff zu entwickeln. Das Umland und der Kreis Düren selbst haben viele fortschrittliche Unternehmen und wissenschaftliche Forschungseinrichtungen in diesen Bereichen angesiedelt, die verlässlicher Partner bei der Entwicklung von zukunftsweisenden Verkehrskonzepten und technischen Lösungen sein können.

Die Infrastruktur für klimafreundliche Antriebe, wie E-Mobilität oder Wasserstoffantriebe, muss weiter ausgebaut und gefördert werden[2], dazu zählen auch Carsharing- Angebote, die nach unserem Verständnis ein Bindeglied zwischen motorisiertem Individualverkehr und ÖPNV darstellen können. Um in ländlichen Regionen den ÖPNV attraktiver zu gestalten, erachten wir auch Park’n’Ride als besonders sinnvoll, um den notwendigen Autoverkehr mit dem ÖPNV verbinden zu können. Blinde Verbotspolitik, allen voran unverhältnismäßige Fahrverbote, lehnen wir hiermit klar ab.

Zur Stärkung des Einzelhandels und der Charakteristik unserer Innenstädte braucht es auch weiterhin angemessenen Parkraum. Der Abbau von vorhandenen Parkflächen muss verhindert, der aktuelle Bestand durch Errichtung von Elektro-Ladesäulen und elektronischer Parkleitsysteme zukunftsfähig gemacht werden. Bereits heute gibt es außerdem weitreichende Möglichkeiten, das zunehmend in die Jahre gekommene System des Parkscheins effizienter zu gestalten. Es bindet Personal zur Parkraumkontrolle und sorgt für Ärger bei den Betroffenen, wenn mal nicht das

passende Kleingeld zur Verfügung steht oder der Aufenthalt sich unerwartet verlängert. Mobile Zahlsystem schaffen hier Abhilfe und ermöglichen ordnungsgemäßes Nachzahlen und Parkzeitverlängerung, ohne die Notwendigkeit nochmal extra örtlich anwesend sein zu müssen.

Flüssiger Verkehrsfluss führt zu entspanntem Fortkommen, spart Ressourcen ein, verringert Abgase und sorgt für bessere Luftqualität. Vor dem Hintergrund von Umweltzonen und drohenden Fahrverboten fordern wir eine Überprüfung des Ampelkonzepts hin zu einer Verkehrslenkung mit Echtzeit-Sensorik im Kreisgebiet. Viel zu häufig steht man an einer roten Ampel nach der anderen, selbst wenn man in erster Reihe stehend losfährt. Hier muss klares Ziel sein, den Verkehrsfluss durch intelligente Ampelschaltung zu erhöhen, eine künstliche Verlangsamung führt nur zu noch mehr Abgasen und erhöhtem Spritverbrauch.

Ebenfalls sollen die in den letzten Jahren endlich begonnenen und sehr zu begrüßenden Ortsumgehungen weiter forciert und nach Bedarf der örtlichen Kommunen ausgestaltet werden.

Maßnahmen:

  • Einführung von intelligenter Verkehrs- und Ampelsteuerung mittels Echtzeit-Sensorik
  • Schaffung von Parkplätzen insbesondere im Bereich der Innenstädte und –ortslagen
  • Einführung digitaler Parkleitsysteme mit Echtzeitdaten für Innenstädte
  • Ausbau der Ladenetze/ Wasserstofftankstellen für „sauberen“ Individualverkehr
  • (technologieoffene) Berücksichtigung von Ladeinfrastrukturen bei der Entwicklung neuer Siedlungsflächen
  • Beratung und Förderung bei betrieblichen, klimafreundlichen Mobilitätskonzepten
  • Ausbau von Park&Ride-Angeboten
  • Flächendeckende Einführung des Handy-Parkens per App
  • Planungen zu Ortsumgehungen intensivieren, um insbesondere Wohngebiete vom Schwerlastverkehr zu entlasten
  • Einrichtung von „Mitfahrbänken[3]“ insbesondere in den Ortsteilen

 

Radverkehr der Zukunft:

Ein weiterer, wesentlicher Mobilitätsbestandteil ist der (Fuß- und) Radfahrerverkehr. Auch hier sind insbesondere junge Menschen von der Attraktivität und v.a. der Sicherheit des Radverkehrs abhängig, um ihre individuelle Mobilität abseits der Eltern zu erhalten. Aber auch im innerstädtischen (Berufs-)Verkehr insgesamt erlangt der Radverkehr zunehmende Bedeutung. Erfahrungsgemäß steht der Radmobilität neben der Witterung häufig ein mangelndes Sicherheitsempfinden im Weg.

Gleichzeitig wollen wir das Fahrrad auch als Freizeit- und Sportgerät weiter fördern. Mit dem Fahrrad zu fahren, ist eben mehr als der Ausdruck von Öko-Gewissen und die Befriedigung von Mobilitätsbedürfnissen, sondern insbesondere auch ein Mittel zur naturverbundenen Freizeitgestaltung von Jung & Alt. Bereits heute ist der RurUfer-Radweg eine bekannte und beliebte Erholungsattraktion. Analog zu diesem Erfolgsmodell soll die Erschließung von weiteren Routen entlang der zahlreichen Sehenswürdigkeiten unseres Kreises vorangetrieben werden.

Weite Teile der Bürgerinnen und Bürger nutzen das Fahrrad nicht (nur) für den täglichen Weg zur Arbeit, sondern (auch), um sich zu „entschleunigen“ und zu erholen. Gerade diese Form des Radverkehrs ist besonders davon abhängig, dass sich die Fahrerinnen und Fahrer sicher und „wohl“ fühlen. Diesem Empfinden liegen – betrachtet man alleine schon die Größen- und

Massenverhältnisse z.B. gegenüber einem LKW – durchaus nachvollziehbare, objektive Sicherheitskriterien zugrunde und sind keinesfalls bloße Einbildung. Insbesondere in Kreuzungsbereichen kommt es aufgrund des toten Winkels immer wieder zu Abbiegeunfällen insbesondere mit Schwerlastfahrzeugen, denen mithilfe des Einsatzes von Spiegeln und Abbiegeassistenten vorgebeugt werden kann. Zudem bedarf es zur Erreichung dieser Ziele auch der Verbesserung von Fahrradabstellmöglichkeiten.

Maßnahmen:

  • (Teil-)Beleuchtung des Ruruferradweges als zentrale radtouristische Achse
  • Analog der Nord-/Südverbindung des Kreises durch den Ruruferradweg Schaffung einer Ost-/West-Verbindung
  • Förderung und Herrichtung von überdachten und überwachten Fahrradparkplätzen
  • Weitestgehender Verzicht auf Fahrradschutzstreifen, stattdessen Ausbau des Radwegenetzes
  • Verstärkter Einsatz von Fahrradampeln
  • Ausstattung neuralgischer Kreuzungen mit sog. Trixi-Spiegeln zur Gefahrenverringerung von Unfällen im toten Winkel[4]
  • Ausrüstung kommunaler Fahrzeuge mit Abbiegeassistenten zur Verringerung des Toten-Winkels

[1] siehe z.B. https://www.bettermobility.de/  

[2] https://www.kreis-dueren.de/aktuelles/index.php?pm=/aktuelles/presse/wirtschaft/2019-05-24_Wasserstofftechnik__Weiterer_Partner_moechte_mit_dem_Kreis_Dueren_kooperieren.php

[3] https://kommunal.de/mitfahrbank-fuer-das-dorf-wenn-das-konzept-boomt

[4] https://www.cdu-dueren.de/297-cdu-fordert-trixi-spiegel-als-mittel-gegen-abbiegeunfaelle  

Im Jahr 2025…

Digitalisierung kann man nicht „erreichen“, sie schreitet unweigerlich voran. Die Frage ist, ob wir dieses Fortschreiten passiv geschehen lassen oder aktiv steuern wollen. Wir wollen, dass die Digitalisierung aktiv vorangetrieben und bei jeder Entscheidung, in jedem Politikfeld, von A wie Agrar bis Z wie Zivilgesellschaft, mitbedacht wird. Der Kreis Düren und die dazugehörigen Kommunen stellen sich dieser Herausforderung aktiv. Wichtig ist festzustellen, dass Digitalisierung nicht gleichgesetzt werden kann mit schnellem Internet. Letzteres ist lediglich eine der Voraussetzungen, um Digitalisierung voranzutreiben.

Die Digitalisierung ist dabei kein Selbstzweck, sondern Werkzeug zur Verbesserung der Lebensqualität in Stadt und Land. Dabei stehen nicht Maschinen und Computer, sondern der Mensch im Mittelpunkt der Betrachtung.

Insbesondere die Bewohnerinnen und Bewohner der ländlichen Gebiete im Kreis profitierten vom digitalen Anschluss an die Angebote der Mittel- und Oberzentren, z.B. im Bereich der Telemedizin, die den Landarzt mit den Experten in Krankenhäusern und Unikliniken verbindet. Zudem sorgt der bedarfsgerechte Einsatz von Unterstützungen z.B. durch Bots sorgt dafür, dass nicht nur digital natives[1] Online- Angebote z.B. von Banken und Behörden nutzen können.
Aber auch die städtisch geprägten Teile des Kreises erzielen Vorteile. So kann die Digitalisierung im Zuge des Auf- bzw. Ausbaus von „smart city“-Konzepten[2] z.B. helfen, den Verkehr intelligenter zu lenken, den ÖPNV flexibler und bedarfsgerechter zu takten und Parkflächen effektiver zu bewirtschaften. Die vielbeschriebenen Beispiele im Bereich Verkehr decken aber nur einen Bruchteil des Potentials ab. Auch die Innenstädte könnten – allen Unkenrufen und dem Online-Versandhandel zum Trotz – von der Digitalisierung profitieren. „Digitale Innenstädte“, die neben guter Aufenthaltsqualität und attraktiver Gastronomie auch mit digitalen Angeboten aufwarten, wären ein Alleinstellungsmerkmal. Denkbar wäre z.B. der flächendeckende und koordinierte Einsatz von Online-Bezahldiensten oder einer digitalen „ShoppingMap“, die die einzelnen Geschäfte und Läden inkl. Öffnungszeiten, Sortimentübersichten und weiterer Informationen in einer Karten-App darstellt.

Die Digitalisierung vereinfacht die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am öffentlichen Leben unabhängig von der individuellen Lebenssituation (Sprache, Herkunft, Mobilitätsvermögen, sozialem Status…). Dazu ist es nötig, ein breites Angebot an öffentlichen und kommunalen Leistungen online bereitzustellen – und zwar in leichter Sprache, mehrsprachig und mit barrierefreien Zugängen. Dieses Online-Angebot darf aber nur eben dies bleiben: ein Angebot. Eine Verpflichtung, anstelle des Behördenganges die dazugehörige Online-Anwendung zu nutzen, lehnen wir ab.

Wie viele und welche technologischen Entwicklungen aus der Digitalisierung folgen, kann aktuell wohl niemand abschließend einschätzen. Aber nicht alles, was technisch machbar ist, stiftet Mensch und Gesellschaft auch Nutzen. Insofern müssen Innovationen im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten immer auch unter ethischen Gesichtspunkten bewertet werden – auch hier vor Ort.

Die Privatsphäre eines jeden muss Eines bleiben: privat. Daher gilt es, die Datensicherheit und den Datenschutz zu gewährleisten. Die Preisgabe von Daten durch die Bürgerinnen und Bürger darf nur freiwillig erfolgen. Der „gläserne Bürger“ ist mit uns nicht zu machen. Gleichzeitig gilt es aber auch, unbegründeten Sorgen und Ängsten im Zusammenhang mit dem Umgang digitaler Services durch Aufklärung zu begegnen.

Was ist zu tun?

Grundvoraussetzung zur erfolgreichen Anbindung des Kreises an die digitale Welt ist die Schaffung der nötigen Infrastruktur, also dem weiteren Ausbau der Versorgung mit schnellem und mit mobilem Internet. Unser Anspruch muss der High-Speed-Internet-Ausbau für jedes Wohn-,  Industrie- und Gewerbegebiet sein. Bei der Neuerschließung muss High-Speed-Internet genauso selbstverständlich als Grundversorgung mitbedacht werden wie der Anschluss an Elektrizitätsnetze und die Wasserversorgung. So bleibt der Kreis Düren wettbewerbsfähig und wird modernen Anforderungen von Industrie, Handwerk und Handel, aber auch von attraktivem Wohnen, das auch die Ermöglichung moderner Arbeitsformen wie Telearbeitsplätzen beinhaltet, gerecht.
Gleiches gilt für den Ausbau mit moderner Mobilfunktechnik. Um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden und das „Internet of Things (IoT)“[3] zu ermöglichen, brauchen wir nicht nur flächendeckenden Mobilfunkempfang zur Telefonie, sondern 5G an jeder Milchkanne, schließlich wird z.B. auch die Land- und Forstwirtschaft modernen Herausforderungen nur mit zunehmender Digitalisierung gerecht. Dabei profitiert nicht nur der primäre Sektor von qualitativer, flächendeckender Internetversorgung. Sie ist auch Grundvoraussetzung z.B. für die Digitalisierung des ÖPNV und der Etablierung von autonomem Fahren insgesamt.

Maßnahmen:

  • verbindliche Schaffung von High-Speed-Internet bei der Erschließung neuer Gebiete
  • flächendeckender Ausbau mit High-Speed-Internet
  • flächendeckender Ausbau des Mobilfunks (Telefonie und 5G Ausbau)

 

Der Kreis und die dazugehörigen Kommunen sind gefordert, die jeweiligen Stakeholder (Handelsverbände im Falle der digitalen Innenstadt, Ärztevereinigungen in Bezug auf die Landarztunterstützung usw.) mit der IT-Branche zu vernetzen, bei der Beantragung und Abwicklung von Unterstützungsleistungen durch Bund und Land zu beraten und nötigenfalls die Entwicklung von Plattformlösungen in Kooperation mit den o.g. zu begleiten. Hierzu bedarf es eines „Aktionsplans Digitalisierung im Kreis Düren“. In den Kommunalverwaltungen bekannte Daten werden – unter Beachtung des Datenschutzes und anonymisiert – Anwendern und Entwicklern zur Verfügung gestellt, sofern diese mit den Daten für die Bürgerschaft förderliche, nicht rein kommerzielle Zwecke verfolgen.

Maßnahmen:

  • Erstellung eines „Aktionsplans Digitalisierung“ im Sinne einer Digitalstrategie[4], ggf. Benennung eines Digitalisierungsmanagers[5]
  • Etablierung einer „ShoppingMap“
  • Unterstützung des lokalen Einzelhandels bei der Einführung mobiler Bezahldienste
  • Unterstützung der (Land-)Ärzte beim Einsatz von Telemedizin[6]
  • Ausbau des Open-Data-Angebotes[7], um privaten/gemeinnützigen Organisationen die Entwicklung von Anwendungen zu erleichtern, z.B. digitale Stadtpläne für bestimmte Zielgruppen

Der Kreis Düren und die dazugehörigen Kommunen verpflichten sich zudem selber, über das gesetzlich geforderte Maß hinaus Bürgerangebote und Verwaltungsservices auch online verfügbar zu machen, soweit dies zulässig ist. Auch dies wird im Rahmen des „Aktionsplans Digitalisierung“ vorangetrieben. Der Kreis unterstützt dabei die Kommunen, indem er z.B.  – soweit nötig und sinnvoll – einheitliche Verfahren und Anwendungen für die Kommunen zur Verfügung stellt.

Maßnahmen:

  • Einführung eines Bürgerportals, dass alle öffentlichen Serviceleistungen – soweit rechtlich zulässig – verknüpft
  • Etablierung weiterer Online-Services wie die Verwaltung von Bewohnerparkausweisen, Mülltonnen- und Sperrmüllservice, Registerauskünfte, Katasterauszüge, Terminvereinbarungen, Gewerbeanfragen, Kulturelle Angebote, Angebote von VHS/ Stadtbücherei/Musikschule etc., u.v.m.
  • Verantwortungsvoller Einsatz von chatbots[8] zur Vereinfachung der Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern, soweit es sich nicht um sicherheitsrelevante oder besonders sensible Services (Passwesen, Steuerangelegenheiten o.ä.) handelt.
  • Einführung eines digitalen Postkorbs, in dem Behördenkommunikation – soweit rechtlich zulässig – auf freiwilliger Basis gebündelt abgelegt / auf Anforderung abrufbar wird
  • Erstellung eines Grundstückskatasters, das neben den originären Grundstücksangaben auch Informationen zur Bebaubarkeit, Verfügbarkeit etc. enthält
  • Etablierung appgestützter Stadtführungen etc.

Besonderes Augenmerk liegt darauf, Bürgerinnen und Bürgern mit Handicap und/oder Mobilitätseinschränkung den Zugang zu öffentlichen Leistungen zu erleichtern sowie Sprachbarrieren zu verringern.

Maßnahmen:

  • Einführung des Standards „Leichte Sprache[9]
  • Prüfung und Optimierung aller Online-Services auf Verbesserungsmöglichkeiten in Bezug auf die Inklusion, z.B. durch Vorlesefunktionen
  • Angebot der Services in gängigen Sprachen, alternativ die Nutzung von Übersetzungsfunktionen

Der Kreis Düren und die dazugehörigen Kommunen arbeiten offen und transparent und binden die Bürgerinnen und Bürger in wichtige Entscheidungen bereits jetzt im Rahmen von Bürgerbeteiligungen etc. ein. Zukünftig wird der Einsatz von moderner Technik verstärkt, um den Zugang zu diesen Angeboten zu erleichtern, so Transparenz zu erhöhen und die meist hochkomplexen Verfahren verständlicher zu gestalten.

Maßnahmen:

  • Übertragung öffentlicher Sitzungen per Online-Stream
  • Online-Stream/-Aufzeichnung von Bürgerbeteiligungen
  • Online-Möglichkeit zur Einreichung von Eingaben und Stellungnahmen zu Bürgerforen/-ausschüssen, Bürgerbeteiligungen etc.
  • Nutzung von virtual reality (VR)[10]B. bei Bürgerbeteiligungen zu Bebauungsplanverfahren, Hochbauwettbewerben o.ä.

Ungeachtet der Frage des Verkehrsträgers, ob motorisierter Individualverkehr (mIV), öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), ob Radfahrer, Fußgänger oder E-Scooterfahrer: Die Digitalisierung bietet die Möglichkeit, Verkehr in Echtzeit zu vernetzen und so optimieren zu können. Verkehrsdaten aus Navigationsgeräten und Mobiltelefonen bieten die Möglichkeit, in Echtzeit ein aktuelles Verkehrsbild abzubilden. Das eröffnet die Möglichkeit, Verkehrsflüsse effizienter zu steuern und zu lenken. Neben dem Zeitgewinn für die Verkehrsteilnehmer können so auch wertvolle Ressourcen geschont und der Ausstoß von klima- oder gesundheitsschädlichen Emissionen verringert werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, den ÖPNV mithilfe von Apps und der Nutzung von Echtzeitdaten z.B. der Fahrleitsysteme bedarfsgerechter und nutzerfreundlicher auszugestalten. Auch die Nutzung von Verkehrsflächen im ruhenden Verkehr kann mithilfe intelligenter Steuerungen merklich effizienter gestaltet werden.

Maßnahmen:

  • Echtzeit-Parkraumanzeigen via App/Digitalanzeige auch im öffentlichen Straßenraum, verknüpft z.B. mit dem Modell des Handy-Parkens[11]
  • Optimierung des Verkehrsflusses hinsichtlich Durchfluss und Schadstoffreduktion durch gezielte Ampelsteuerungen in Echtzeit
  • Etablierung von Rufliniensystemen im ÖPNV via App zur Anbindung insbesondere des ländlichen Raums, ggfls. durch autonom fahrende Systeme[12]
  • Fahrzeitanzeigen in Apps und an Fahrgastständen mit Echtzeitdaten

Die immer weiter fortschreitenden Services und Automationen, bis hin zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz, wecken berechtigterweise Sorgen und Ängste bei den Bürgerinnen und Bürgern. Neben Fragen zur sozialen Sicherheit und des Miteinanders bestehen auch Risiken z.B. im Zusammenhang mit Suchtverhalten, Datenschutz- und Datensicherheitsbedenken. Diese Sorgen und Ängste der Bevölkerung, auch der digital natives, nehmen wir sehr ernst. Das Leben im digitalen Zeitalter will gelernt sein. Dabei geht es nicht (nur) um die Erlangung spezieller Fachkenntnisse wie dem Lernen von Programmiersprachen o.ä., sondern um die Erlangung von „allgemeiner Digitalkompetenz“.  Neben der (landespolitischen geforderten) Einrichtung eines Schulfachs „Digitales“ stehen auch kommunale Handlungsmöglichkeiten offen, den Umgang mit der „neuen Welt“ der Digitalisierung, mit Daten und Datenschutz etc. zu lernen und so zum einen Berührungsängste abzubauen und aufzuklären, zum anderen aber auch einen verantwortungsvollen und ethisch vertretbaren Umgang mit den neuen Technologien zu vermitteln – und zwar vorurteils-, aber nicht wert(e)frei. Den Schulen  und Weiterbildungseinrichtungen wie z.B. der VHS kommt dabei besondere Bedeutung zu.

Maßnahmen:

  • soweit möglich Integration des Themenkomplexes „Digitalisierung/Vermittlung von Digitalkompetenz“ in den Schulalltag und das Angebot der Weiterbildungseinrichtungen z.B. im Rahmen von Projektwochen, Pausenbetreuungen/AG o.ä.
  • Ausstattung aller Schulen und Weiterbildungseinrichtungen mit WLAN und Präsentationstechniken
  • Einrichtung sog. „Tablet-Klassen“[13] als freiwilliges Angebot
  • Aufbau eines gemeinsamen „Digitalkompetenz-Zentrums“ zur fachlichen Beratung von Schulen und Weiterbildungseinrichtungen sowie den Schulverwaltungen
  • Ausrichtung von Kursen und Diskussionen/Veranstaltungen zum Themenkomplex Digitalisierung in den Weiterbildungseinrichtungen
  • Etablierung von E-Learning-Angeboten an VHS, Musikschulen etc.

 

[1] https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/digital-native-54496

[2] siehe z.B. https://difu.de/publikationen/difu-berichte-22014/standpunkt-smart-city-herausforderung-fuer-die.html

[3] https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Digitale-Welt/internet-der-dinge.html

[4] z.B. des Landes NRW: https://www.digitalstrategie.nrw/digitalnrw/de/home/file/fileId/308/name/Digitalstrategie_NRW_Endfassung_Final.pdf

oder der Bundesregierung: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/digital-made-in-de/die-digitalstrategie-der-bundesregierung-1549554

[5] https://digitaler-mittelstand.de/business/ratgeber/chief-digital-officer-was-er-leistet-und-mitbringen-sollte-30754

[6] https://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/telematiktelemedizin/telemedizin/

[7] https://www.bmi.bund.de/DE/themen/moderne-verwaltung/open-government/open-data/open-data-node.html

[8] https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/chatbot-54248/version-277297

[9] https://www.gemeinsam-einfach-machen.de/GEM/DE/AS/Leuchttuerme/Ratgeber/Ratgeber_LS/LS/ls_node.html;jsessionid=AE2917DB026F1B9193C2BA6A5D1EC0B8.1_cid355

[10] https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/virtuelle-realitaet-54243

[11] https://de.park-now.com/standorte-parklosung/

[12] https://www.busundbahn.de/fileadmin/user_upload/Dossiers/Neue_Mobilitaetsangebote/DNV_2018_11_Moerner_FA_WA1.pdf

[13] https://www.medienkompetenzportal-nrw.de/praxis/best-practice-nrw/best-practice-nrw-001-tabletklassen-im-gymnasium-harsewinkel.html

Im Jahr 2025…

Der Kreis Düren ist eine Region, die sehr viel zu bieten hat. Mit der guten Verbindung zwischen Köln und Aachen können die Bewohner alle Vorteile der großen Ballungszentren im Umkreis nutzen und gleichzeitig die positiven Seiten einer ländlich geprägten Region genießen.

Doch der Kreis Düren ist viel mehr als die Verbindung zwischen Köln und Aachen. Über 940 Quadratkilometer Fläche, 280.000 Menschen, 15 Städte und Gemeinden. Hier findet man Natur und Kultur, Freizeit und Sport, Wissenschaft und Bildung.

Demnach ist es nicht verwunderlich, dass der Kreis Düren auch weiterhin voll und ganz auf Wachstum setzt. Das nächste Ziel: 300.000 Einwohner. Doch bei allen Vorzügen, die der Kreis schon bietet, gibt es gleichzeitig auch immer Verbesserungsmöglichkeiten. Angefangen bei der Attraktivität der Innenstädte bis hin zur Sicherstellung einer stabilen Infrastruktur. 


Bei all den Herausforderungen bleibt der Kreis Düren seinem Motto immer treu: Modern und ursprünglich zugleich.

Was ist zu tun?

Der Kreis Düren möchte seinen Bewohnern gleichwertige Lebensverhältnisse zu den umliegenden Großstädten bieten. Das bedeutet, dass sie genauso gerne hier leben, weil sie im Kreis Düren viele Vorteile genießen, die sie in den Ballungszentren nicht hätten.

Aber wie kann man die Bürger vor Ort halten? Was muss der Kreis Düren ändern, um seine Einwohner nicht an Ballungszentren wie Aachen oder Köln zu verlieren? Und wie schafft man es, Menschen für diesen Kreis zu begeistern, um sie als neue Bewohner hier begrüßen zu können?

Städte- und Gemeindeentwicklung ist nicht nur eine Sache der Politiker – ganz im Gegenteil: Ideen und Impulse sollten von den Einwohnern kommen, denn schließlich sind sie es, die vor Ort leben und selber wissen, was sie benötigen. Die Aufgabe der Politik ist es, den besten möglichen Kompromiss aller Bürger umzusetzen. Dabei ist es wichtig, dass sich alle zu jederzeit bei großen Entscheidungen bezüglich ihrer Heimat mitgenommen fühlen. 

Maßnahmen:

  • Offene Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger bei der Planung und Gestaltung der Stadt bzw. Gemeinde
  • Ansprechpartner für Bürgerbelange auch während schon laufender Projektvorhaben
  • Stetige Aufklärung der Bürger über den Stand der Dinge

Des Weiteren ist es wichtig, dass sich die einzelnen Städte und Gemeinden untereinander absprechen, um Synergien zu nutzen. Es ist nicht möglich, dass es an jedem Ort alles gibt. Aber es ist möglich, dass über den Kreis verteilt alle Möglichkeiten vorhanden sind, von weiterführenden Schulen über medizinische Zentren bis hin zu attraktiven Einkaufsmöglichkeiten. Damit jeder Bürger alle Angebote nutzen kann, ist eine gute Bus- und Bahnverbindung zwischen den einzelnen Orten notwendig.

Maßnahmen:

  • Absprache unter Städten und Gemeinden zu ihren Masterplänen, um Synergien auszunutzen
  • Interkommunale Zusammenarbeit fördern, keine Kommune darf „abgehängt“ werden
  • ÖPNV zwischen den Städten und Gemeinden fördern

Damit der Kreis Düren weiter wächst, ist es notwendig, weiteren Wohnraum zu schaffen. Neben dem klassischen Wohnungsbau ist es aber auch erforderlich, Gewerbegebiete zu fördern. Schließlich entstehen in den Gewerbegebieten Arbeitsplätze, die wiederum neue Einwohner anziehen.

Maßnahmen:

  • Baulandreserven für Wohnungsbau und Gewerbegebiete nutzen
  • Neben Wohnraum auch Gewerbegebiete fördern, um Arbeitsplätze im Kreis zu schaffen
  • Richtige Balance zwischen Wohnraum und Gewerbegebiet finden
  • Digitale Kartei für Interessierte, um über gewerblichen Leerstand zu informieren
  • Einbindung Neu-Hinzugezogener ins Gemeindeleben, damit die Neubaugebiete keine reinen „Schlafstätten“ werden.
  • Förderprogramme, damit junge Familien Bestandsgebäude erwerben können (durch eigene Immobilen binden sich Familien langfristig an ihren Wohnort)
  • Wenn möglich Industriegebäude zu neuem Wohnraum umwandeln

 

  • Konzepte für Projekte zwischen Alt und Jung fördern (Beispiel: Schule, die in einigen Jahren als Seniorenheim genutzt werden kann, keine öffentlichen Gebäude sollten ungenutzt bleiben)

Der Kreis Düren bietet schon jetzt viele Vorteile gegenüber anderen Kreisen. Leider bekommen einige das nicht mit. Darum wäre es ratsam, mehr Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und Marketing-Strategien zu entwickeln, um die schon vorhandenen Vorzüge zu präsentieren. Dies würde sicher viele neue Bewohner in den Kreis ziehen. 

Maßnahmen:

  • Marketing-Kampagne für den Kreis (Beispiel: Mehr Werbung für die gebührenfreien Kitas etc.)
  • Mehr Öffentlichkeitsarbeit (Social Media) für den Kreis

Wichtig ist auch, die Attraktivität der Gemeinden und Städte im Kreis Düren zu steigern. Dazu gehören nicht nur Maßnahmen wie die Schaffung von mehr Grünflächen. Auch Sicherheit ist ein sehr wichtiger Aspekt. Sogenannte Gefahren-Hotspots müssen konsequent bekämpft werden. Erst wenn sich Einwohner sicher fühlen, können sie die schönen Seiten des Ortes uneingeschränkt genießen.

Maßnahmen:

  • Aufenthaltsqualität in den Innenstädten verbessern
  • Mehr Grün in den Innenstädten, der Kreis sollte auch optisch ansprechend sein (wie beispielsweise das neu errichtete Bismarckquartier)
  • Problem-Hotspots entschärfen durch bessere Beleuchtung, Videoüberwachung, Wegbeziehungen/Fluktuation
  • Ausreichend Parkplätze
  • Einzelhandel soll auch ein digitales Angebot anbieten (online bestellen und vor Ort abholen)
  • Hochwertige kulturelle Angebote schaffen und fördern, der Kreis würde deutlich an Attraktivität gewinnen und man hätte den Raum für schöne Veranstaltungen
  • Ortseingangssituationen verschönern
  • Identifikationsmerkmale schaffen mit besonderem Titel beim Ortseingang (beispielsweise „Töpfergemeinde Langerwehe“)

Die Infrastruktur ist ein ganz wesentlicher Faktor bei der Städte- und Gemeindeentwicklung. Damit sind nicht nur die Straßenverbindungen und der ÖPNV gemeint. Es geht um die allgemeine Versorgung der Einwohner im Kreis Düren. Dazu zählt neben Ärzten und Krankenhäusern auch die digitale Infrastruktur. Diese ist über die Einwohner hinaus auch für alle Gewerbetreibenden von größter Bedeutung.

Maßnahmen:

  • Medizinische Versorgung in Außenlagen soll gewährleistet sein, damit immer ein Arzt in der Nähe ist
  • Digitale Infrastruktur weiter ausbauen
  • Mobilität zwischen den verschiedenen Städten und Gemeinden weiter ausbauen, damit der Kreis Düren weiterhin vernetzt bleibt

 

Im Jahr 2025…

Der Kreis Düren muss attraktiv sein, nicht nur im Bereich des Arbeitens und Wohnens, sondern auch, wenn es um die eigene Freizeit geht. Allgemein lassen sich im Kreis Düren schon jetzt für Familien mit Kindern, aber auch für die Großeltern viele Angebote zur Freizeitgestaltung identifizieren. Jedoch existiert bislang ein weniger großes Angebot für die junge Generation 14 bis Mitte 30. Hier müssen gezielt Angebote geschaffen werden, damit junge Menschen sich gerne im Kreis Düren aufhalten.

Was ist zu tun?

Im Kreis Düren lassen sich die Vorzüge von Stadt und Land recht gut miteinander verbinden: Wir profitieren einerseits von der Bandbreite dörflicher Kultur, z.B. Brauchtumsfeiern wie Schützen- und Maifeste und Karneval. Andererseits wissen wir die urbanen Angebote zu schätzen, wie etwa Museen oder Theatern. Außerdem weist der Kreis eine hohe Dichte sowie eine Breite an Sport- und Freizeitangeboten durch seine unzähligen tollen Vereine auf. Diese Freizeitangebote sowie das hierin steckende ehrenamtliche Engagement gilt es auch seitens der Politik noch stärker wertzuschätzen und zu fördern. Dabei stehen nicht nur finanzielle Förderungen, sondern auch strukturelle Förderungen insbesondere bei der Nachwuchsarbeit und der Bürokratieentlastung auf der Agenda.

Maßnahmen:

  • Schaffung von mehr Angeboten für junge Menschen im Bereich Theater/Museen
  • erschwingliche Preise für Einlässe
  • Erstellung und öffentliche Bereitstellung einer Vereinsübersicht
  • Beauftragung eines Ehrenamtskoordinators/ Installation von Ehrenamtsmanagement
  • gutes Angebot von Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten vor Ort fördern

Der Kreis Düren braucht ein klares Freizeit-Konzept. Unsere schöne Rur, das landschaftlich verbindende Element unseres Kreises, sollte hierzu als verbindendes Element im Kreis viel stärker auch in der Außendarstellung genutzt werden. Der Südkreis bietet Naherholungsmöglichkeiten, wie etwa den Rursee oder den Nationalpark Eifel. Im Nordkreis liegt durch die Flächen des Tagebaus noch ein großes, nicht genutztes Potential für den Bereich der Freizeitgestaltung. Aus unserer Sicht wäre hier eine Richtungsentscheidung mit Schwerpunkt „Spannung und Action“ erstrebenswert, da solche Freizeitangebote im Kreis eher noch fehlen. Der Mountainbike-Park aus Hürtgenwald kann hier als ein gutes Beispiel dienen und Orientierung sein.

Maßnahmen:

  • Erstellung und Umsetzung des gesamtheitlichen Freizeitkonzeptes
  • Prüfung von Rur-Terrassen mit Gastronomie

Die Freizeitangebote, die es im Kreis Düren bereits gibt, müssen an zentraler Stelle noch besser verbreitet und kommuniziert werden, so dass jeder schnell einen Überblick bekommen kann, wann welche Art von Veranstaltung bzw. welches Freizeitangebot, wo bei uns im Kreis stattfindet. Häufig scheitert es nämlich bereits an diesem ersten Schritt, da Veranstaltungen seltener über Stadt- und Gemeindegrenzen bekannt sind.

Maßnahmen:

  • Inbetriebnahme und Pflege eines kreisweiten Veranstaltungskalenders
  • Connex zu modernen Kanälen: Homepage, Facebook, Instagram, Twitter oder sogar einer App, wie sie die Junge Union Kreis Düren selbst über ein Jahr gepflegt hat
  • Suchkriterien der Veranstaltungsübersicht (Indoor/Outdoor, Action/Erholung)

 

  • Bereitstellung einer Vernetzungsmöglichkeit mit Personen, die zu gleichen Veranstaltungen gehen.
  • Bewertungsoption von Veranstaltungen, um noch mehr Personen auf die Veranstaltungen und Angebote aufmerksam zu machen

 

Wer nach attraktiven Freizeitangeboten sucht, der findet in Ballungszentren wie Köln, Maastricht, Aachen, Düsseldorf, Bonn häufig eine größere Palette von Möglichkeiten. Um die Attraktivität des Kreises Düren auch aus Sicht der jungen Generation zu bewahren, muss es der jungen Generation erleichtert werden, an jenen vielfältigen Freizeitaktivitäten dieser Großstädte teilzunehmen.

Maßnahmen:

  • regelmäßige Verbindungen in die umliegenden Ballungszentren
  • Schaffung von erschwinglichen Tickets/Tarifen (auch verbundübergreifend) für junge Menschen
  • Angebot von Verkehrsverbindungen auch zu Randzeiten

Im Jahr 2025 …

Die Interessen der jungen Leute in unserem Kreis zu vertreten ist unser primäres Ziel. Damit diese Interessen effektiv vertreten werden können, ist die Einbindung der jungen Menschen unseres Kreises in das politische Geschehen – bestenfalls durch Einbindung in Partei und Fraktionen – notwendig. Das Interesse junger Menschen an Politik zu wecken ist unerlässlich. Dabei stellt Kommunalpolitik unzweifelhaft nicht nur den „Einstieg“ in politische Arbeit dar. Daher reicht es nicht aus, nur Interesse zu wecken. Vielmehr müssen wir uns zur Vermeidung eines Nachwuchsmangels auch fragen, wie wir junge Menschen dabei unterstützen, Verantwortung in organisierter Form, in Parteiarbeit und in Mandaten, zu übernehmen. Wir möchten daher einerseits die gefühlten  Hemmschwellen und Ressentiments junger Menschen gegenüber der Politik möglichst beseitigen und andererseits jungen Interessierten die Fachkenntnisse zur Übernahme von Ämtern und Mandaten vermitteln. Moderne Arbeitsformen können junge Menschen dabei zur Teilnahme an Partei- und Fraktionsarbeit motivieren.

Wir sind uns als JU der Verantwortung bewusst, dass das Image von Partei und Parteiarbeit maßgeblich von unserem Vorbild abhängt und wollen dabei als Vorreiter vorangehen.

Was ist zu tun?

Um junge Leute stärker zur Mitarbeit in der Politik vor Ort zu bewegen ist es wichtig, Hemmschwellen abzubauen. Dazu sind bereits verschiedene Projekte wie zum Beispiel das „KidS-Projekt[1]“ der Stadt Düren in einzelnen Kommunen gestartet. Diese Vorhaben sollten ausgebaut und vor allem bekannter gemacht und in der Öffentlichkeit mehr betont werden. Außerdem braucht es neue Formate der Beteiligung abseits der Gremien, sei es online oder in Veranstaltungen.

Maßnahmen:

  • Ausbau direkter Beteiligungsformate in der parteilichen und fraktionellen Gremienarbeit, gerne auch online

 

  • Ausbau von Beteiligungsmöglichkeiten abseits politischer Gremien, z.B. in Bürgerforen, Zukunfts- und Ideenwerkstätten etc.
  • Projektarbeiten zu Themen im unmittelbaren Umfeld (als Kostprobe für junge Menschen)
  • mehr Jungend-Projekte
  • „JU-Meet&Greet“ – teilnehmeroffene Diskussions- und Veranstaltungsreihe, unterstützt durch erfahrenen CDU-Mitgliedern und Amts- und Mandatsträgern, um den Austausch zwischen den Amts- und Mandatsträgern, der JU und der jungen Bevölkerung zu stärken
  • Ausbau und verstärkte Bewerbung von jugendpartizipatorischen Projekten wie dem KidS-Projekt, Jugendparlamenten etc.

Die politische Arbeit der Zukunft für Partei und Fraktionen muss in der zeitlichen und räumlichen Gestaltung flexibler werden. Die Möglichkeiten moderner Arbeit sollten vermehrt auch in Partei und Fraktion Einzug halten.

Maßnahmen:

  • Termine weiter im Voraus ankündigen z.B. durch einen Jahresterminplan
  • Verfahren vereinfachen / verkürzen, z.B. durch einen elektronischer Kummerkasten
  • Möglichkeiten der Online-Partizipation ausbauen
  • Einsatz moderner Arbeitsmedien (z.B. Telekonferenzen) zur besseren zeitlichen Vereinbarkeit
  • Flexiblere Formate zur Beteiligung an der politischen Willensbildung abseits der Gremien

Wir brauchen weiterhin viele junge Leute in den politischen Gremien, die einerseits junge Themen vertreten, vor allem aber auch als Ansprechpartner auf Augenhöhe zur Verfügung stehen. Ziel sollte es sein, die Verhältnisse der Kommune  auch in den Gremien widerzuspiegeln – auch bezogen auf das Alter. Generell sind die verstärkte Vermittlung und Sensibilisierung für kommunalpolitisches Handeln und die konkreten Auswirkungen für den Alltag der jungen Menschen  schon zu Schulzeiten notwendig, um Interesse zu wecken und Grundkenntnisse zu vermitteln. Auch wenn die Gestaltung der eigentlichen Lehrpläne Sache des Landes ist, können der Kreis und die dazugehörigen Kommunen im Rahmen von AG, Projektwochen etc. einen wichtigen Beitrag leisten, um in Schulen mehr Wissen über Strukturen/Arbeitsweisen des Staates, des Bundes, der Länder und der Kommunen, zu vermitteln.

Maßnahmen:

  • Ausbau von Mentorenprogrammen
  • Mehr Angebote zur Vermittlung von Kommunalpolitik in den Schulen (abseits des regulären Unterrichts)
  • Mehr junge Menschen in Politik, ohne feste Quote, aber mit Blick auf eine altersparitätische Besetzung
  • Planspiele mit unmittelbarem Bezug (z.B. „Spielplatz in der Nachbarschaft einrichten“) im Rahmen von AG oder Projektwochen anbieten

[1] https://www.dueren.de/verwaltung-politik/pressemeldungen/meldung/article/eine-positive-halbzeitbilanz-beim-kids-projekt/